Sunriseflug am 31. Oktober 2017

Sechs Piloten des Sport- und Segelfliegerclubs  Bad Waldsee-Reute e.V. treffen sich zum Sonnenaufgang in den Alpen

Besonderer Augenblick

Manche Augenblicke im Leben sind einfach unbezahlbar. Und Sunrise-Flüge zählen ganz bestimmt in diese Kategorie. Auch wenn es natürlich schon ein klein wenig Überwindung kostet, im Morgengrauen aus dem warmen Bett zu steigen und sich fertig zu machen – für einen Flug der ganz besonderen Art.

Bereits morgens um 06.00 Uhr

trafen sich deshalb sechs Fliegerkameraden und ein Passagier des Sport- und Segelfliegerclubs Bad Waldsee- Reute e.V. am örtlichen Flugplatz in Reute. Der lang anhaltende Hochdruckeinfluss über Europa bot die Möglichkeit eines so genannten „Sunrise- Fluges“ (Flug zum Sonnenaufgang). Für den perfekten Sonnenaufgang starteten die Piloten samt Passagieren pünktlich etwa eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang in die Dunkelheit.

 

 



 

Ziel waren die Alpen,

Richtung Bregenzer Wald. Das besondere Licht, die eisigen Temperaturen und der beginnende Morgen tauchten die Landschaft in eine atemberaubende, friedliche Stimmung.

Die freie Sicht von Bad Waldsee Richtung Alpen und Bodensee, ergab nicht nur eine einzigartige Fotoperspektive sondern auch ein ganz besonderes Gefühl der Naturverbundenheit. Selbst für erfahrene Piloten sind solche Flüge immer etwas ganz Besonderes.

Gemeinsames Frühstück

Im Anschluss  gab es ein gemeinsames Frühstück um gestärkt und noch immer tief beeindruckt, von diesem Flug der ganz besonderen Art, in den Tag zu starten.

Flieger Tripple in Bad Waldsee

(18.9.2017)

Drei Waldseer Jungpiloten bestehen anspruchsvolle Segelflugprüfung

 Am vergangenen Wochenende absolvierten beim Sport- und Segelfliegerclub Bad Waldsee- Reute e.V. drei junge Flugschüler ihre praktische Prüfung zum Segelflugpiloten.

Zwei Jahre lang arbeiteten Àngel (16 Jahre), Phillipp (17 Jahre) und Laurin(20 Jahre) auf ihre Pilotenlizenz hin. Mit bereits 14 Jahren kamen Àngel und Phillipp zu den Segelfliegern nach Bad Waldsee und starteten ihre Ausbildung zum Segelflugpiloten. Sie träumten bereits früh vom Fliegen und kamen nicht herum sich den Wunsch, in den Himmel zu starten und frei zu gleiten, zu erfüllen. Auch Laurin, der mit seiner Volljährigkeit auf den Gedanken kam als Hobby das Segelfliegen aus zu probieren war direkt begeistert. So arbeiteten die Jugendlichen sichmotiviert durch die Flugausbildung bis zur praktischen Prüfung. Hinter ihnen liegen zwei spannende Jahre, in denen sie das korrekte Funken, umfangreiches theoretisches Wissen und natürlich das praktische Fliegen erlernten. Dieses Wissen überprüfte der Prüfer am vergangenen Samstag und stellte zufrieden fest, dass alle Prüflinge die erforderte Leistung routiniert und sicher abrufen konnten. Dafür nahmen sie sich neben der Schule bzw. Ausbildung an den Wochenenden Zeit um sich ihren Traum zu erfüllen. Die jungen Piloten können ohne Motor stundenlang in der Luft gleiten, Àngel Wöllhaf: „zum Glück fliegen wir ohne Motor, das ist deutlich günstiger und eine tolle Herausforderung“. Nun da sie ihre Privatpilotenlizenz erhalten haben können sie sich mit einem Segelflugzeug unabhängig von einem Fluglehrer in der Luft bewegen.

Für sie wie auch den anderen Piloten liegt der Reiz des Segelfliegens im stundenlangen, motorlosen Fliegen. Sie können unter guten Bedingungen hunderte Kilometer weit fliegen, dafür nutzen sie wie ihr natürliches Vorbild, dem Vogel aufsteigende Luftmassen. Da sie in Bad Waldsee gute „thermische“ Voraussetzungen haben sind Flüge auf die Schwäbische Alb und die Alpen nicht nur ein schöner Ausflug sondern auch eine sportliche Herausforderung. Somit ist das Segelfliegen nicht nur ökologisch sondern auch für den schmalen Geldbeutel geeignet.

Fluplatzfest 2017

(10.9.2017)
Am Wochenende des 9.und 10.September fand das diesjährige Fluplatzfest statt. Trotz des etwas schlechten Wetters am Samstag konnten Piloten ihr Können zeigen, der Flugzeugpark besichtigt und viel Modellflug durchgeführt werden. Bei der wie immer guten Bewirtung waren viele begeisterte Gäste zu Besuch.
Am Sonntag wurde das Wetter dann doch noch sehr gut und die Besucher bekamen ein vielfältiges Programm zu sehen.

Segelflieger investieren in die Zukunft

(03.09.2017,  auch erschienen in der SZ vom 26.9.17)
Bad Waldseer Segelflieger ersetzen ihr Doppelsitziges Kunststoff-Segelflugzeug, durch ein modernes und deutlich leistungsfähigeres. Das gibt sowohl den Piloten als auch den Flugschülern die Möglichkeit ihren Aktionsradius zu vergrößern. Die Schwäbische Alb und die Alpen sind damit, als interessante Segelfluggebiete, deutlich besser zu erreichen.  

Duo Discus Foto Jakob Bosch  DuoDiscus

SSC besitzt Leistungsdoppelsitzer

Etwas Wehmut war auch dabei, als die Bad Waldseer Segelflieger ihren knapp 30 Jahre alten Doppelsitzer „Twin Astir“ mit dem Rufnamen „Reute“ verabschiedet haben. Hinter einem Belgischen Auto verschwand das Flugzeug samt Anhänger Richtung Norden. Wie kommt es  dazu in der laufenden Saison sein Flugzeug  abzugeben.  Engagierte Segelflugpiloten, allen voran Jakob Bosch aus Tannweiler, haben sich schon seit einiger Zeit damit beschäftigt wie der Segelflugzeugpark und damit der Verein noch attraktiver gestaltet werden können. Schon im Frühjahr wurde ein „Duo Discus“ als möglicher Ersatz für den „Twin Astir“ ins Auge gefasst. Als Jakob Bosch die Vorstandschaft über ein attraktives Angebot eines gebrauchten Duo Discus informiert hat musste es schnell gehen. Dieses Flugzeug ist für den Verein eine hohe aber wichtige Investition. Dazu musste jedoch zuvor noch der „Twin Astir“ verkauft werden. Nach, wenigen Tagen des Hoffens und Bangens war die Aufwertung des Flugzeugparks abgeschlossen. Der SSC Bad Waldsee ist glücklicher Besitzer eines Leistungsdoppelsitzers.

Streckenflüge auf die Schwäbische Alb oder in die Alpen  

Für die Segelflieger im SSC bedeutet das einen großen Schritt nach vorne. Segelflugzeuge nutzen aufsteigende Luftmassen um sich wie Vögel über Stunden und über hunderte von Kilometern ohne eigenen Antrieb in der Luft zu bewegen. Bad Waldsee hat für den Flug in der Thermik relativ gute Bedingungen. Um jedoch die sehr guten Bedingungen auf der Schwäbischen Alb oder in den Alpen zu nutzen, müssen Bereiche überbrückt werden in denen es kaum Aufwinde gibt. Das war mit dem bisherigen Twin Astir nur an wenigen Tagen im Jahr möglich. Durch die Neuanschaffung des Duo Discus sind Flüge in diese Regionen auch bei deutlich weniger optimalen Bedingungen möglich. Als Doppelsitzer bietet dieses Leistungsflugzeug auch den Flugschülern die Möglichkeit zusammen mit dem Fluglehrer eine gute Streckenflugausbildung zu erlangen.

Aktive Segelfliegerjugend

Ein wesentlicher Aspekt für diese Investition in die Zukunft ist, dass sich der SSC Bad Waldsee seit einigen Jahren wieder über eine sehr aktive und engagierte Segelflieger-Jugend freuen darf. Neben jungen Piloten mit Lizenz hat der Verein auch sechs Jugendliche in der Ausbildung, von denen einige noch in diesem Jahr Ihren Flugschein bekommen werden. Dieser Erfolg ist vor allem dem Fluglehrer Wolfgang Hirt zu verdanken der in seiner Ehrenamtlichen Tätigkeit sehr viel Zeit für eine solide Ausbildung der Flugschüler aufwendet. Auch für Ihn, der schon viele Stunden in einem Flugzeug wie diesem in den Französischen Seealpen verbringen durfte ist klar:  „uns sind nun ganz neue Möglichkeiten gegeben.“

Das Interieur sowie die technische Ausrüstung sind „state oft the art“. Damit findet die sukzessive Modernisierung des Waldseer Flugzeugparks einen neuen Höhepunkt, Jakob Bosch: „ohne die Teamleistung aller, die mit angepackt haben um dieses Projekt zu verwirklichen, wäre das so nicht möglich gewesen“. Nach der noch ausstehenden Zulassung freut sich der SSC  auf den ersten Flug im neuen Flugzeug in Reute.

Hintergrund

Der SSC Bad Waldsee- Reute wurde 1950 gegründet, und hat derzeit 83 Aktive Mitglieder davon 23 in der Sparte des Segelflugs. Acht Mitglieder befinden sich in der Ausbildung, davon haben drei am Wochenende erfolgreich ihre Pilotenprüfung bestanden. Der Verein besitzt ein Motorflugzeug, ein Ultraleichtflugzeug, einen Motorsegler und vier Segelflugzeuge.

 

Mal schnell ins Meer hüpfen…

AusFlug von Piloten des SSC Bad Waldsee an die Adria 2015

Nur zwei Tage Zeit…

„lohnt sich das überhaupt?“, dachten sich die drei Piloten Gerhard, Fritz und Reinhard des Sport- und Segelflug-Clubs Bad Waldsee-Reute eV als der Vorschlag zu diesem „Aus-Flug“ kam.Zwei der Teilnehmer hatten leider nur den 4.+5.6.2015 Zeit. Wie sich später herausstellen sollte: Es lohnt sich!Am Vorabend wurde ausgiebig das Alpenwetter geprüft, die genaue Flugroute festgelegt, die Flugzeuge vorbereitet und auch die Flugverbotszone des G7-Gipfels war ein Thema. Glücklicherweise wurde diese erst am Sonntag, also 2 Tage später eingerichtet.Speziell das Alpenwetter sollte für so einen Flug gut sein, alle Vorhersagen bescheinigten aber „Kaiserwetter“.

Abflug um 6:30 Uhr

Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen, denn der Abflug war bereits für 6:30Uhr festgelegt, da morgens die Luft ruhig und die Sicht am besten ist.

Hintereinander im Formationsflug ging es dann über Kempten, Garmisch-Partenkirchen, Walchensee und vorbei am Karwendel-Gebirge zum ersten Stop im österreichischen Sankt Johann, wo erst einmal aufgetankt wurde.

Gerhard in einer der beiden beteiligten „C42“-Ultraleichtflugzeuge über den österreichischen Alpen

Walchensee bei Garmisch-Partenkirchen

 

Tankstop in Sankt Johann

Sandro, mit abenteuerlicher Tankstelle

Lagune bei Mazarack

„Deutscher“ Parkplatz auf dem Volo al Mare bei Caorle

Auf zu Sandro, dem fliegenden Italiener

Weiter dann vorbei am Massiv Großvenediger und Großglockner  über den Felbertauernpass in die italienische Alpen und dann in das langestreckte Flußtal „Tagliamento“, das die Flieger dann bis zu ihrem Ziel, Al Casale führte.

Dieser kleine, in Italien unbürokratisch zu öffnende „Avio-Superfici“, eine kleine Graspiste mit wundeschön zum Hotel umgebautem alten Bauernhof wird von Sandro betrieben. Sandro ist ein Italiener wie man sich ihn vorstellt und selbst Pilot. Ankommende Piloten werden von ihm mit großem „Ciao“ und Vorzugsbehandlung begrüßt.

Endlich ans Meer

Um den Tag auszunutzen ging es aber gleich weiter über die schöne Lagunenlanschaft dieser Gegend zum Frühstück nach Mazarack. Auch dort begegnet uns wieder eine kleine Graspiste mit netter Gastronomie.

Nach dem Frühstück startete das Team dann einen kleinen „Hüpfer“ zu einem kleinen, kommerziell betriebenen Flugplatz „Volo al Mare“ nahe dem Ort Badeort Caorle.

Begrüßt wurde das Team überraschenderweise in bestem Englisch von einem reinrassigen Engländer, der den Flugplatz betreut.
Gut daß Fritz vorsorglich Fahrräder reserviert hatte, denn die 3 Räder waren die letzten Exemplare, die noch verfügbar waren. Ein Blick neben die Piste zeigte wieso: Durch den Feiertag und das schöne Wetter angelockt, stand ein Flugzeug neben dem Anderen. Ausnahmslos alle mit deutschem Kennzeichen…
Außerdem war sogar eine Yak18 zu besichtigen, die gerade für den nächsten Flug vorbereitet wurde.

Am Strand von Caorle


Santa Maria del Mare

Venedig mal von oben

Wechsel des Verkehrsmittels

Nach ca. 15 Minuten Fahrradfahrt ging es dann endlich ans Meer, das wir ja schon von oben gesehen, aber nur bestaunen konnten. Absolut in letzter Minute, denn die Hitze war wirklich enorm und eine Abkühlung dringen notwendig.

Lido von oben

Nach der Abkühlung ging es dann nach einer kleinen Stärkung zurück an den Platz und weiter den Strand hinab, vorbei an den bekannten Badestränden rund um Jesolo und Venedig.


Gerhard über Venedig

 

 Zurück am Flugplatz Al Casale

Fliegertisch am Abend

Marmolada

Der sich immer weiter verjüngenden Landstreifen
ist unheimlich eindrucksvoll.
Trotzdem mußte dann irgendwann gewendet und zurückgeflogen werden.
So viele Eindrücke in kurzer Zeit und das Sitzen im Flieger erschöpften dann doch etwas.

Zurück bei Sandro

Erschöpft, aber glücklich landeten dann die drei Kameraden wieder bei Sandro, wo sich mittlerweile andere Fliegergruppen mit Tragschrauber, Doppeldecker und Hubschrauber eingefunden hatten.

Nach Duschen und Erfrischung setzten sich dann alle Piloten an den eigens reservierten Tisch und es gab ein spitzenmäßiges 3-Gänge Menü und selbst angebautem Wein (auf der einen Seite der Startbahn Weiß-, auf der anderen Rotweinreben!) und mit netten Gesprächen ließ man dann den herrlichen Tag ausklingen.
Übrigens sind die Preise hier sehr „human“. Und das für Halbpension, ein schönes Ambiente und eigene Produkte.

3 Zinnen

Rückflug

Den nächsten Morgen ließ man dann dank langem Abend und gutem Frühstück doch etwas später angehen. Etwa 9:30 starteten die beiden Flugzeuge und es ging an den Rückflug.
Diesmal wählte die Gruppe eine Route mit kleinem Abstecher in die Dolomiten aus.
Die imposanten Gebirge wären schon alleine die Reise wert gewesen. Über das Flußtal des  Tagliamento ging es wieder zurück, dann nach Westen in Richtung Dolomiten, u.a. über Marmolada und 3 Zinnen dann wieder nach Sankt Johann und Waldsee.
Die Teilnehmer erlebten ein unvergessliches Erlebnis, und das in nur zwei Tagen.

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Pfingstlager in Donaueschingen

(17.6.2017)
Bereits zum dritten mal in Folge besuchte die Abteilung Segelflug des Sport und Segelfliegerclubs Bad Waldsee- Reute e.V. die Luftsportgruppe Schwarzwald- Barr e.V. in Donaueschingen. Bestes Wetter ermöglichte den Piloten und Schülern schöne Flüge.
2015 kamen wir Segelflieger erstmals nach Donaueschingen um mal außerhalb des gewohnten Terrains Flugerfahrung zu sammeln, daraus entwickelte sich eine starke Freundschaft. Mit zwanzig Teilnehmern aus Bad Waldsee und Donaueschingen kamen so viele Teilnehmer zusammen wie nie zuvor. Dafür wurden täglich zwei Fluglehrer abgestellt, die den Schülern aber auch den Piloten beim starten halfen oder einfache Tipps gaben. Auf acht Flugzeuge verteilt wurden so täglich sechzig Starts und Landungen erfolgreich absolviert.
Das teils hochsommerliche Wetter erlaubte auch längere Flüge über die schönen Landschaften Schwarzwald- Baar und Schwäbische Alb. Um den Temperaturen zu entkommen wurde kurzerhand ein Pool „ Marke Eigenbau“ zum abkühlen gebaut.
Auch die hohe Anzahl an Schülern aus Bad Waldsee kamen voll auf ihre Kosten, so konnten alle Schüler noch am letzten Tag des Lagers ihren „1. Alleinflug“ absolvieren. Dieser gilt als das Highlight in der
Flugausbildung, da nun kein Fluglehrer den Schüler mehr begleitet und dieser für sich selbst
verantwortlich ist. Weitere gemeinsame Aktionen sind bereits in Planung.

Pfingstlager17_1  Pfingstlager17_2  Pfingstlager17_3

Alleinflug 1,2 und 3…